VELTINS-Lokalsportpreis 2026
Mit der Verleihung des VELTINS-Lokalsportpreises wird das journalistische Engagement zur Attraktivierung der Lokalsportberichterstattung in Deutsch-land gewürdigt. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die Prämien in einer Gesamthöhe von 6.750 Euro erhielten, wurden im Rahmen des VDL-Branchentreffs 2026 geehrt. Für die Bewertung und Auszeichnung sichtete die Jury in diesem Jahr zahlreiche Beiträge aus zahlreichen Lokalsportre-daktionen in ganz Deutschland.

Kategorie Wort:

   Platz 1: Michaela Widder,
Sächsische Zeitung
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„Nach dem Suizid ihres Mannes: Wie Katrin Beck zurück ins Leben läuft“

Begründung: Michaela Widder gewinnt mit ihrem Text „Nach dem Suizid ihres Mannes: Wie Katrin Beck zurück ins Leben läuft“. Worum geht es: Die Tragödie um den Radebeuler Immobilienmakler sorgt im Mai 2024 für Schlagzeilen in der Region. Starke Depressionen beeinträchtigten seinen Alltag schon lange, als er infolge einer juristischen Auseinandersetzung den Entschluss fasst, seinem Leben ein Ende zu setzen. Er hinterlässt keinen Abschiedsbrief, aber einen Eintrag im Terminkalender. Sehr einfühlsam, aber zugleich auch detailreich blickt die Autorin Michaela Widder nach dem Jury-Urteil auf das damalige Geschehen zurück und lässt die Leserinnen und Leser teilhaben an der Trauer der Witwe. Die 46-Jährige berichtet über ihren Entschluss, dass der Sport ihr helfen solle, zurück ins Leben zu finden. Sie beginnt wieder mit dem Laufen, geht schließlich gegen den Rat ihrer Ärzte beim Chicago-Marathon an den Start und absolviert die 42,195 Kilometer in 4 Stunden und 18 Minuten. Die Autorin Michaela Widder verknüpft in ihrem Beitrag das Thema Depression und die Folgen für Betroffene und Angehörige mit dem Hobby Sport als Mutmacher für alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.


   Platz 2: Michael Schwartz,
Kreiszeitung Böblinger Bote
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„Wettskandal in der Kreisliga“

Begründung: Michael Schwartz berichtet in der Kreiszeitung Böblinger Bote über den „Wettskandal in der Kreisliga“. Weltweite Geldwetten auf Fußballspiele des Letzten gegen den Vorletzten in der untersten möglichen Liga – gibt es nicht? Gibt es sehr wohl! Lokalsportredakteur Michael Schwartz hat anhand zweier konkreter aktueller Beispiele aus der Kreisliga darüber aufgeklärt, war live bei der Erfassung eines Datenscouts dabei und hat recherchiert, warum die Polizei trotz Gesetzesverstoßes nicht eingegriffen hat. So brachte der Autor ein Thema, das nahezu niemand auf dem Schirm hatte, weil es so absurd klingt, in die Öffentlichkeit und hat auch bei Vereinen ein Bewusstsein dafür geschaffen, wie sie helfen können, den Amateurfußball vor illegalen Wetten zu schützen. Eine sehr gelungene, aufwändige Recherchearbeit, wie die Jury findet.



Kategorie Online:

   Platz 1: Benedikt Palm,
Allgemeine Zeitung/Wiesbadener Kurier, Echo-Zeitungen
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„Kreisliga Royal“

Begründung: „Amateurfußball schreibt die besten Geschichten – und wir wollen sie erzählen!“ So umschreiben Franziska Donauer, Marcel Storch, Tobias Manges, Philipp Durillo, Benedikt Palm, Theresa Eickhoff und Felix Rehm von der Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) ihr Video-Projekt „Kreisliga Royal“, für das sie den ersten Platz in der Kategorie „Online“ geholt haben. Sie nehmen sich verschiedener Themen aus dem Amateurfußball in Rheinhessen, Wiesbaden, Südhessen und Mittelhessen an und berichten in kurzweiligen Videos darüber. Egal, ob es sich dabei um Krisen, Erfolge, Skurriles oder Porträts handelt.


   Platz 2: Marko Aleksic,
Oberbayerisches Volksblatt
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„OVB-Starbulls-Dokumentation „Playoffs‘

Begründung: Viel Engagement und Einsatz bewies Marko Aleksic mit seiner Dokumentation „Playoffs“, für die er sich den zweiten Platz in der Kategorie „Online“ sicherte. Nachdem der Volontär der OVB-Heimatzeitungen mit der U17-Eishockey-Mannschaft der Starbulls Rosenheim zu einem Halbfinal-Playoff-Spiel in Mannheim gefahren und mit vielen Fotos und Videos zurückgekommen ist, entstand die Idee eines Films. Dafür begleitete er die Mannschaft bis zum Ende der Playoffs auf Schritt und Tritt. Herausgekommen ist ein dreißigminütiges Video, das Aleksic in Eigenregie erstellte und die Zuschauer hinter die Kulissen eines jungen, ambitionierten Teams mitnimmt. Zu sehen sind unter anderem die Kabinenansprachen des Trainers, Actionszenen und die Vor- und Nachbereitung der Spiele.



Kategorie Bild:

   Platz 1: Thorsten Richter,
Oberhessische Presse
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„Fahrturnier“

Begründung: Thorsten Richter hat für die Oberhessische Presse das Fahrturnier ins Ebsdorf fotografisch begleitet. Mit einer spektakulären Aufnahme belegt er nun den ersten Platz in der Kategorie Bild beim Veltins Lokalsportpreis 2026. Das Foto fängt einen besonderen Moment des Fahrsports eins. Auf dem Foto zu sehen ist Lars Bergmoser vom RFV Wollmartal, der beim Geländefahren mit seinem Pferde-Zweispänner durchs Wasser ging. Das Wasser ist hier ein wesentliches Element, das durch die Wucht der Hufe und Räder in eine hochexplosive Skulptur verwandelt wird. Fotograf Thorsten Richter ist es gelungen, mit seinem Foto das Zusammenspiel aus purer Kraft und technischer Präzision einzufangen. Dabei geht das Foto über eine reine Dokumentation hinaus; es macht die Anstrengung, die Geschwindigkeit und die nasse Unberechenbarkeit eines Geländehindernisses physisch spürbar. Und es macht dem Leser deutlich, wie es sich anfühlen mag, inmitten des Wettkampfs zu stehen. In jedem Fall gelingt es, die Faszination des Fahrsports perfekt auf den Punkt zu bringen.


   Platz 2: Rudi Penk,
Heidenheimer Zeitung
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„Kunstradfahren an ungewöhnlichen Orten“

Begründung: Rudi Penk belegt mit seinen Fotos der beiden Kunstradfahrer Torben Staudenmaier und Sonja Stalter, erschienen in der Heidenheimer Zeitung, den zweiten Platz in der Kategorie Bild. Die Fotos zeigen die beiden Kunstradfahrer in spektakulären Posen an ungewöhnlichen Orten, darunter vor der Orgel der Heidenheimer Michaelskirche oder im Kunstmuseum Heidenheim. Sie vermitteln die besondere Ästhetik der puristischen Sportfotografie. Sie findet meist auf vertrautem Terrain wie Rasen, Tartanbahn oder Sporthalle statt. Rudi Penk bricht mit dieser Erwartung und platziert den dynamischen, hocheleganten Sport des Kunstradfahrens in die kühle, geometrische sowie sakrale Architektur von Museum und Kirche. Die Bilder verbinden Sport und Kultur und machen deutlich, dass beides auch hervorragend zusammen funktioniert. Die Bilder sind eine perfekte Symbiose aus sportlicher Höchstleistung und architektonischer Ästhetik, die durch eine präzise Bildkomposition und eine originelle Idee besticht. Aufmerksamkeitssteigernd kommt das innovativ-kreative Layout hinzu, das die runden Formen in der Begrenzung von Fotos und Textelementen aufgreift.